IP-Anonymisierung in Google Analytics und Tag Manager in 1 Minute

In diesem Kurzbeitrag erklären wir, wie Ihr in nur einer Minute für IP-Anonymisierung in Google Analytics und dem Google Tag Manager sorgen könnt. Dafür benötigt man kein 5-minütiges YouTube-Video. Also los geht’s.

Warum IP-Anonymisierung? (20 Sekunden)

Die Datenschutzgrundverordnung besagt, dass IP-Adressen als personenbezogene Daten zählen. Um eine Website also DSGVO-konform zu betreiben, müssen diese IP-Adressen anonymisiert werden. Google Analytics erhebt diese Daten zwar nicht, um sie eindeutig zu identifizieren, sondern um Besucher nach Ländern und Orten zu kategorisieren.

Mit der IP-Anonymisierung werden die letzten 3 Stellen der getrackten IP-Adressen gelöscht. Dadurch ist weiterhin ein Überblick der Besucher nach Ländern, teilweise nach Bundesländern und Gebieten möglich. Besucher sind jedoch nicht mehr eindeutig identifizierbar, was der DSGVO entspricht.

AnonymizeIP einbauen (40 Sekunden)

Warum wir alle hier sind: Wie baut man die IP-Anonymisierung auf einer Website ein? Das ist sehr einfach. Dazu muss zum Google-Analytics-Tracking-Code nur eine Zeile hinzugefügt werden. Diese lautet:

ga('set', 'anonymizeIp', true);

Diese ist ganz am Ende des Script-Snippets für den Tracking-Code einzufügen, direkt vor dem schließenden <script> Tag.

<!-- Global site tag (gtag.js) - Google Analytics -->
<script async src="https://www.googletagmanager.com/gtag/js?id=UA-XXXXXXXX-XX"></script>
<script>
window.dataLayer = window.dataLayer || [];
function gtag(){dataLayer.push(arguments);}
gtag('js', new Date());
gtag('config', 'UA-XXXXXXXX-XX');
ga('set', 'anonymizeIp', true);
</script>

Zeile einfügen, speichern, fertig. Gegebenenfalls sollte man den Cache der Website leeren, um sicherzustellen, dass ab sofort wirklich alle Besucher das neue Script angezeigt bekommen.

Sollte man anstelle der analytics.js-Bibliothek die gtag.js-Bibliothek verwenden, lautet das Script-Snippet folgendermaßen:

{ 'anonymize_ip': true }

Auch hier ist der AnonymizeIP-Befehl ganz am Ende einzusetzen:

<!-- Global site tag (gtag.js) - Google Analytics -->
<script async src="https://www.googletagmanager.com/gtag/js?id=UA-1509844-26"></script>
<script>
window.dataLayer = window.dataLayer || [];
function gtag(){dataLayer.push(arguments);}
gtag('js', new Date());
gtag('config', 'UA-1123456-78', { 'anonymize_ip': true }
</script>

Ähnlich einfach funktioniert das auch im Google Tag Manager.

  1. Im Google Tag Manager einloggen
  2. Unter “More settings” (Weitere Einstellungen) in der Liste den Eintrag “anonymizeIp” auswählen
  3. Im Feld “Value” (Wert) den Wert “true” (wahr/ein/an) eingeben
  4. Den geänderten Tag speichern und veröffentlichen

Damit sind die IP-Adressen abgeschnitten und keinen Personen mehr zuzuordnen.

Nebenwirkungen der IP-Anonymisierung

Mit dem AnonymizeIP-Befehl gehen fast keine negativen Konsequenzen einher. Einzig in Google Analytics wird man künftig nicht mehr in der Lage sein, Besucher detailliert nach Orten und Arealen zu gliedern. Dafür agiert man DSGVO-konform und respektiert den Datenschutz seiner Besucher, was ein deutlich wichtigerer Aspekt ist.

Wir raten allen Website-Betreibern dazu, diese IP-Anonymisierung in Google Analytics oder dem Google Tag Manager durchzuführen. Selbst außerhalb der Europäischen Union kann das je nach lokalen Bestimmungen und der rechtlichen Lage von Vorteil sein. Des weiteren leidet man praktisch unter keinen Einschränkungen und tut Besuchern etwas Gutes.

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