Avast im Test: Der beliebte Virenscanner ist seit Jahrzehnten im Rennen

Wofür steht Avast?

Avast steht für Anti-Virus Advanced Set. Das Akronym geht auf den Ausruf „houd vast!“ niederländischer Seefahrer zurück, der etwa so viel wie „Festhalten!“ oder „Stopp!“ bedeutet. Der Name spielt somit auf die Fähigkeit der Software an, schädliche

Benötigst du heutzutage noch einen Virenscanner wie Avast? Reicht Microsoft Defender Antivirus?

Diese Frage wird häufig gestellt, weil die heutigen MS-Betriebssysteme den Microsoft Defender Antivirus vorinstalliert haben. Tatsache ist, dass dieser große Fortschritte gemacht hat und inzwischen viele Funktionen von Virenscannern enthält. Zum Beispiel enthält Defender nun sogenanntes Sandboxing und bietet Cloud-basierte Malware-Erkennung. Zunächst einmal kann nach Aussagen zahlreicher Cybersecurity-Experten Windows Defender Antivirus weniger Viren blockieren als andere Programme. Das liegt daran, dass Microsoft die Defender-Datenbank nicht regelmäßig aktualisiert und deswegen kann das Programm aktuelle Bedrohungen nicht erkennen. Es fehlen zusätzliche Tools, die man bei „richtigen“ Antivirus-Programmen findet. Wer keine vertraulichen Informationen auf dem PC aufbewahrt, ist mit Microsoft Defender Antivirus womöglich ausreichend versorgt, ansonsten sind Programme wie Avast vorzuziehen. Auch wer privat oder beruflich gelegentlich obskure Webseiten besucht, ist mit einem fortschrittlichen Virenscanner besser bedient.

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Avast installieren

Die Einrichtung ist einfach und innerhalb von rund zweieinhalb Minuten erledigt. Wir klicken uns im Avast Test zunächst durch die Einstellungen. Wir legen fest, dass mit jedem Systemstart ein Scan erfolgt und folgen ansonsten den Empfehlungen des Herstellers. Somit ist unter anderem sichergestellt, dass die Software und die Virusdefinitionen jederzeit dem neuesten Stand entsprechen.

Avast Übersicht Leistungen
Sinnvolle Zusatzleistungen gibt es bei Avast One und Avast Premium Security.

Was kann Avast?

Die Software scannt regelmäßig oder nach gezielter Anforderung unseren Computer nach verdächtigen Elementen und sucht dabei gezielt nach:

  • Viren, Malware, Ransomware, Spyware: Verdächtige Dateien landen in einem separaten Container, so dass sie dem Rest des Computers keinen Schaden zufügen können.
  • Fernzugriffsangriffen
  • gefährliche Downloads
  • E-Mail-Schutz gegen schädliche Anhänge, Phishing und Spoofing
  • Schwachstellen in unserem WLAN-Netzwerk
  • gefälschte Webseiten: diese Funktion ist wichtig für alle, die online einkaufen oder Bankgeschäfte erledigen

Zusätzlich ist auch eine Firewall enthalten, die nicht vertrauenswürdigen Datenverkehr herausfiltert.

Was kostet der Avast Virenscanner?

Die kostenlose Version von Avast enthält alle grundlegenden Funktionen und Merkmale einer Antivirensoftware. Zusätzlich gibt es noch einige sehr praktische Extras, die diese Option noch verlockender machen.

In der kostenlosen Version sind Schutz vor Malware und Ransomware enthalten. Apps werden auf verdächtige Aktivitäten überwacht und eine Firewall ist auch enthalten. Auch der Secure Browser, dem lästige Werbung automatisch blockiert wird, ist dabei. Die kostenpflichtige Version unterscheidet sich im Umfang der Leistungen und in der Anzahl der Geräte, auf denen die Software genutzt werden kann. Die Preise in Form einstelliger Monatsgebühren sollten für professionelle Nutzer in jedem Fall akzeptabel sein.

Anwendung von Avast

Wenn wir nach der Installation auf das Avast-Symbol klicken, erhalten wir die beruhigende Info „Dieser PC ist geschützt.“ Wir können gleich einen Smart Scan ausführen oder uns durch die vier Module Status, Schutz, Privatsphäre und Leistung zu klicken. Wir erhalten den Eindruck, dass alles gut geschützt ist. Nur unter dem Leistung erhalten wir Hinweise, dass wir allerlei Datenmüll auf dem Computer haben und werden aufgefordert, ein weiteres Programm aus dem Avast zu erwerben. Wir wittern darin eine in der Branche offenbar weit verbreitete Masche, dem Kunden Zusatzleistungen unterjubeln zu wollen und können der Versuchung widerstehen. Im Testbetrieb machte Avast seine Arbeit ganz allein und meldete sich unter anderem beim Versuch eine von bild.de verlinkte Webseiten zu öffnen.

Avast blockiert externen Link
Avast blockiert den externen Link zu stylebook.de, weil die Seite offenbar nicht ganz sauber ist.

Aggressive Werbung auf Avast

Offenbar gehört es zum Geschäftsmodell der Hersteller von Virenscannern mit Hilfe aggressiver Werbung Zusatzprodukte verkaufen zu wollen. Meldungen wie

  • Jeder kann ihr Online-Verhalten beobachten.
  • Ihr Internetanbieter kann alles überwachen, was Sie online tun.
  • Jeder kann ihren aktuellen Standort erkennen. 
  • Ihre IP-Adresse ist sichtbar.

gehören leider auch bei Avast dazu, dürfen aber in der Regel getrost ignoriert werden, da damit die Verkaufszahlen angetrieben werden sollen und es sich nicht unmittelbar um gefundene Bedrohungen handelt.

Avast-Werbung zu Sicherheitsproblemen
Avast-Werbung: Der Hersteller des Virenscanners versucht mit Hinweisen zu vermeintlichen Sicherheitsproblemen, weitere Software-Produkte zu verkaufen.
Avast - Hinweise Lestungsprobleme
Avast weist auf vermeintliche Leistungsprobleme hin: Angeblich arbeitet der PC nicht mit maximaler Leistung. 28.65 GB Systemdatenmüll, 16 verlangsamende Programme und 298 Probleme in der Registrierung. Solange der Computer normal läuft, sehen wir keine Veranlassung mit Klick auf „Beheben“ weitere Programme zu kaufen.

Bewertungen zu Avast

Bei der Durchsicht etlicher Online-Magazine zum Thema Cybersecurity lässt sich der Eindruck gewinnen, dass Avast eine Virenschutz-Software mit sehr solidem Pries-/Leistungsverhältnis ist. Das zeigt sich vor allem anhand diverser Avast Tests, Kommentare von Kundinnen und Kunden und der allgemeinen Meinung in sozialen Netzwerken. Aufgrund der sich laufend ändernden Situation mit neuen Mitbewerbsprodukten und angepassten Preismodellen ist der Durchblick aber nicht immer einfach. Aus diesem Grund haben wir im Avast Test den Fokus klar auf die Funktionen, den Nutzen und allgemein relevante Informationen des Virenschutz gelegt.

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Was macht Avast mit den Kundendaten?

Im Jahr 2019 wurde bekannt, dass Avast die Webaktivitäten seiner Kunden nutzt, um gezielte Werbung zu erstellen. Da diese Informationen jedoch anonymisiert und niemals mit den spezifischen persönlichen Daten eines Kunden verknüpft sind, ist dies nicht ganz so kritisch zu sehen, zumal dies bei vielen US-Unternehmen gängige Praxis ist. Darüber hinaus argumentiert der Hersteller des Virenscanners, dass die Daten der Nutzer genutzt werden, um mögliche Hackerattacken zu analysieren und das Produkt fortlaufend zu verbessern. Außerdem gibt es eine Möglichkeit, diese Datenerfassung abzulehnen, wenn die kostenpflichtige Version von Avast genutzt wird. Ein entsprechendes Opt-out ist möglich, indem Betroffene aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eine E-Mail an dach@avast.com mit der Betreffzeile „PRIVACY REQUEST“ oder einen entsprechenden Brief an Avast Deutschland GmbH, Otto-Lilienthal-Str. 6, D – 88046 Friedrichshafen senden.

Fazit zum Avast Test

Avast macht seine Sache als Antiviren-Programm gut und ist einfach zu bedienen. Das Preisniveau erscheint angemessen. Die nervigen Versuche dem Nutzer, weitere Programme aufdrängen zu wollen, sind offenbar branchenüblich und lassen sich insofern kaum vermeiden.

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