Welche Bilder darf man frei verwenden?

Bilder unterliegen generell Urheberrechten. Ohne eine entsprechende Erlaubnis des Fotografen, der zugleich der Urheber des Bildes ist oder alternativ des Rechteinhabers ist die Verwendung dieser Bilder in fremden Medien nicht zulässig. Rechteinhaber können generell Agenturen, aber auch diverse Bilddatenbanken sein, die es im Web gibt. Verletzungen des Urheberrechtes werden auf breiter Ebene geahndet. Zum einen riskieren Webseitenbetreiber in diesem Fall teure Abmahnungen, zum anderen müssen aber auch Unterlassungserklärungen gefürchtet werden.

Bildrechte: Definition und Inhalte im Überblick

Für die Verwendung von Bildern auf Webseiten oder in anderen Medien sind die Bildrechte generell bindend und müssen von allen Beteiligten streng eingehalten werden. Bildrechte sind dabei generell Urheberrechte. Sie können sowohl dem Fotografen als auch der Bildagentur zugesprochen werden, die die Aufnahmen veröffentlicht.

Es gibt zwei generelle Gruppen der Bildrechte:

  1. Urheberrecht: Den Anfang macht das Urheberrecht. Demnach darf der Fotograf eines Bildes immer selbst entscheiden, wie ein Bild verwendet wird. Er hat ebenso das Recht, auf die Namensnennung in Verbindung mit seinem Foto zu bestehen.
  2. Nutzungsrecht: Das Nutzungsrecht von Bildern bezieht sich bei Weitem nicht nur auf die Veröffentlichung, sondern zum Beispiel auch auf die Bearbeitung sowie die weitere Verwertung der Aufnahmen.

Das Internet macht es leicht, passende Bilder zu allen erdenklichen Themen innerhalb weniger Minuten zu verwenden und für die eigene Verwendung nutzbar zu machen. Doch Vorsicht: Erlaubt ist das nicht. Unabhängig davon, ob die jeweiligen Bilder in Suchmaschinen oder auf diversen Fotoportalen auftauchen, ist die Verwendung dieser ohne Zustimmung durch den Fotografen nicht gestattet. Ein Ranking in den Suchmaschinen oder auf anderen Portalen hebt das Urheberrecht keinesfalls auf.

Eine Agentur oder ein Blog, der Bilder für die weitere Verwendung vermittelt, benötigt hier zudem generell noch das Recht der Unterlizenzierung. Erst dann ist unter bestimmten Vorgaben eine Weiterverbreitung möglich.

Wann ist ein Bild lizenzfrei?

Wer auf der Suche nach Bildern für den eigenen Blog oder die Webseite ist, trifft generell auf zwei Arten von Bildern:

  • Lizenzpflichtige Bilder: Unter lizenzpflichtigen Bildern werden generell Bilder verstanden, deren Nutzungsrechte an eine Lizenzgebühr gebunden sind. Das heißt aber keineswegs, dass hier eine Nutzung ohne jegliche Einschränkungen möglich ist. Entscheidend für den Umfang der Verwendung ist der Lizenzvertrag. Hier können etwaige Beschränkungen, die sowohl die zeitliche als auch räumliche und inhaltliche Verwertung betreffen, definiert werden.
  • Lizenzfreie Bilder: Diese gibt es sowohl als Foto als auch als Grafik und Clipart. Eine Besonderheit ist, dass lizenzfreie Bilder beinahe unbegrenzt verwendet werden können. Sie lassen sich daher bei verschiedenen Projekten nutzen. 

Häufig wird angenommen, dass lizenzfreie Bilder generell kostenlos sind. Hierbei handelt es sich aber um einen Trugschluss. Tatsächlich ist auch für diese Bilder der Erwerb einer Lizenz erforderlich. Erst dann steht auch die Erlaubnis zur Verwendung der Bilder bereit. Es gibt dabei verschiedene Lizenzen, die erworben werden können.

Bei den meisten Bildportalen wird zwischen Standard- und erweiterten Lizenzen unterschieden. Es besteht immer auch die Möglichkeit, die Bilder direkt vom Urheber zu erwerben. In diesem Fall ist von einem lizenzfreien Bild die Rede, da es im Anschluss sowohl räumlich als auch inhaltlich und zeitlich ohne Einschränkungen verwendet werden kann. Darüber hinaus kann ein solch lizenzfreies Bild in der Regel auch für verschiedene Medien genutzt werden.

Was passiert, wenn man Bilder von anderen benutzt?

Generell gilt: Bilder von anderen sollten nur dann verwendet werden, wenn eine klare Zustimmung dafür vorliegt oder wenn eine entsprechende Lizenz erworben wurde. Trifft nichts dergleichen zu, droht eine Abmahnung der Bilder. Bilder, die von anderen Personen aufgenommen wurden, unterliegen dem Urheberrecht. Fotografen haben generell das Recht gegen Verletzungen dieser Art vorzugehen. Wie teuer eine solche Abmahnung ist, hängt von dem jeweiligen Fotografen ab. In den meisten Fällen sind diese aber deutlich höher als die Lizenzgebühren.

Das liegt unter anderem auch an den Zusatzkosten, die für eine solche Abmahnung anfallen. Sie beziehen sich beispielsweise auf Aufwendungen für einen Rechtsanwalt. Eine Abmahnung stellt aber immer noch eine außergerichtliche Handlung dar. Wird dieser nicht nachgekommen, kann der Urheber der Bilder also auch weitere juristische Schritte einleiten, die bis zu einer gerichtlichen Lösung führen. Alle damit einhergehenden Aufwendungen müssen dann abschließend auch von der Person getragen werden, die die Bilder ohne Lizenz und damit ohne klare Zustimmung verwendet hat.

Kann man KI Bilder verwenden?

Bilder unterliegen in Deutschland dem Urheberrecht, aber nur dann, wenn sie ein Werk der menschlichen Schöpfung sind. Bilder, die rein durch KI generiert wurden, sind also vom Urheberrecht an sich ausgenommen. Doch es gibt hier eine ganze Reihe von Fallstricken, die bedacht werden müssen:

  • Nutzen Produkthersteller beispielsweise KI-Bilder für die Verpackungsgestaltung oder Werbeinhalte, sollten sie bedenken, dass diese Aufnahmen nicht geschützt sind. Sie können also ohne Weiteres von der Konkurrenz kopiert und ebenso genutzt werden. Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn die Bilder mit dem Produktdesign verwoben und zum Beispiel das Verpackungsdesign geschützt ist.
  • KI-Bilder-Generatoren sind im Grunde nicht intelligent und sie können auch Bilder vollständig allein generieren. Ihre Funktionsweise beruht auf gigantischen Datenmengen, durch die sie maschinell immer wieder neu lernen. Das bürgt das Risiko, dass durch die Bilder-Generatoren letzten Endes gültige Urheberrechte verletzt werden.

Was sind die besten AI Bilder Generator?

Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von AI-Bilder-Generatoren. Kostenlos sind beispielsweise Firefly und Crayon. Gegen eine geringe monatliche Gebühr kann auch Picsart genutzt werden. Als sehr leistungsstark gilt DALL-E 2. Allerdings ist auch diese Software mit Kosten verbunden.

Wann sind Bilder nicht mehr urheberrechtlich geschützt?

Das Urheberrecht erlischt, wenn der Urheber eines Lichtbildwerkes mindestens 70 Jahre tot ist. Bei Lichtbildern, hierzu gehören spontane Aufnahmen, die beispielsweise mit dem Handy oder der Überwachungskamera gemacht wurden, beträgt diese Frist nur 50 Jahre.

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