Digital-Marketing-Maßnahmen messen in 7 Schritten

Digitales Marketing ist spätestens seit der letzten Jahrzehntwende eines der wichtigsten Instrumente vieler Unternehmen im Onlinebereich. Es bietet vieles, um den Gewinn von Firmen zu steigern. Aber wie kann man einen neuen Blog-Abonnenten oder einen typischen Website-Besucher bis zum Ende des Verkaufstrichters verfolgen und bestmöglich auswerten? Was ist erst mit sozialen Kanälen wie Instagram, Twitter und Facebook? Auf die Möglichkeiten, wie man Digital-Marketing messen und greifbar machen kann, möchten wir hier eingehen.

Es ist nicht immer einfach, User-Aktivitäten, insbesondere Social-Media-Aktivitäten konkreten Maßnahmen, Strategien und ganzheitlichen Plänen zuzuweisen und auf diese Weise kategorisierbar zu machen. Sogar über 60 Prozent der Social Media-Marketer sind der Meinung, dass die Messung des ROI von Social Media eine der größten Herausforderungen des gesamten Jobs ist. Man kann es niemandem verübeln. Die Statistiken sind oft mangelhaft, Tracker können teilweise nicht gesetzt werden, der Blick auf die gesamte User Journey bzw. Customer Journey fehlt schlichtweg.

Kennzahlen, KPIs, Metriken…was?

Wie sollen also digitale Marketingkampagnen und -projekte verfolgt und angegangen werden, wenn diese womöglich auch noch verstrickt, verschachtelt und komplex sind? Der Trick ist üblicherweise, mit einem klaren Ziel zu beginnen und dieses klar vor Augen zu haben. Erst dann wird identifiziert welche Kennzahlen, KPIs oder Subziele relevant sind sodass diese alle zum Ziel führen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Anzahl an Followern und Likes in fast jedem sozialen Netzwerk. Denn das können noch so viele Benutzer sein, wenn beispielsweise der Email-Newsletter vom Blog deutlich mehr Personen anzieht bzw. durch den Newsletter ein Großteil der Personen den Weg zum Blog findet.

Damit sind wir an jenem Punkt angekommen, wo die Geschäftsführung oder Führungsebene in der Regel darauf pocht, dass die Likes und Follower des Unternehmens dringend steigen müssen. Hier gilt es rational zu erklären, dass die Dinge richtig gemacht werden müssen und zusätzlich die richtigen Dinge getan werden müssen. Je nach Zielsetzung kann die Vorgehensweise abweichen. Blindes Vorgehen ohne jedwedes Überprüfen der Marketingkampagnen ist jedenfalls nicht empfehlenswert.

1. Metriken sind nicht das Ziel

In der Regel ist es wichtig, tiefer zu graben, als das Auge bloß auf oberflächliche Metriken zu werfen.

2. Messen, was wichtig ist

Etwas zu messen, was einfach ist, ist…nun, einfach eben. Aber leider nicht relevant. Konzentriert Euch auf den Kern der Dinge.

3. Immer langsam mit den jungen Pferden

Heute gesetzte Maßnahmen bringen nicht morgen schon den großen Geldregen. Aktivitäten benötigen Zeit, bis sie Wirkung zeigen. Letzte Maßnahmen vor einem wichtigen Meeting zu setzen, sollte also schon früher geschehen.

4. Nicht zu viele KPIs setzen

Zu viele KPIs lassen einen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Je nach Thema können unterschiedlich viele Sinn machen, jedoch selten mehr als 10. In der Regel sind 4-10 KPIs ideal.

5. Selbiges gilt für Tools

Auch bei eingesetzten Tools ist klar, dass zu viel schlichtweg zu viel ist. Niemand benötigt duzende Tools um ans Ziel zu kommen. Oft genügen schon zwei oder drei, die ihre Sache wirklich gut machen. Lieber ein wenig länger testen und evaluieren, als nachher im Tool-Sumpf unterzugehen.

6. Trendprognosen

Ein Trend muss sich nicht immer bewahrheiten. Oftmals tut er das aber. Niemals den Verlauf der Dinge aus den vergangenen Monaten und Jahren außer Acht lassen und Statistiken inklusive Trends im Auge behalten.

7. Metriken sind nicht in Stein gemeißelt

Häufig wird einer bestimmten Metrik zu Beginn viel Hoffnung anvertraut. Im Laufe eines Projekts kann sich jedoch zeigen, dass die Metrik keinen Mehrwert oder keine Annäherung ans Ziel bringt. In diesem Fall ist es Zeit, sie zu ersetzen.

Digital Marketing muss nicht komplex sein

Wenn man weiß, was und vor allem wie man Digital Marketing messen messen muss, lichtet sich der Himmel ganz plötzlich. Es ist einfacher zu erkennen, was funktioniert und was nicht. Und wenn Ihr wisst, was funktioniert, kannst du deine Bemühungen verdoppeln, um den gesetzten Zielen näherzukommen.

Es zeigt sich an dieser Stelle plötzlich, dass Digital-Marketing-Strategien und -Maßnahmen durchaus umfassend sein können, jedoch nicht komplex sein müssen. Es wird wie so oft nur mit Wasser gekocht. Der Fokus soll laufend dem Wichtigen gelten, alles andere kann man problemlos ausblenden. Und wenn der Chef meint, dass eine irrelevante Metrik oder Regel doch ins Boot geholt werden muss, ist es wichtig sofort zu argumentieren 😉

Verfasse einen Kommentar